KI-robustes Aufgabendesign für benotete Hausaufgaben
Die KI wird zum Gegenspieler beim Entwurf: Was sie in zwei Minuten löst, taugt nicht als Nachweis. Validität statt Detektion.
Steht für 17 Projekte mit Prüfungsbezug.In 89 Tandems an 31 bayerischen Hochschulen bauen je eine Lehrperson und eine studentische KI-Tutorin oder ein KI-Tutor einen KI-Einsatz für eine echte Lehrveranstaltung. Die Studierenden werden zuerst ausgebildet, dann entwickeln beide den Einsatz gemeinsam und lernen voneinander. Am 1. Oktober geht es los.
Wir haben alle Anträge im Volltext gelesen. Ein paar Linien ziehen sich durch, quer über Fächer und Hochschularten. Fünf Projekte zeigen sie.
Die KI wird zum Gegenspieler beim Entwurf: Was sie in zwei Minuten löst, taugt nicht als Nachweis. Validität statt Detektion.
Steht für 17 Projekte mit Prüfungsbezug.Studierende sitzen in Lehrveranstaltungen und geben den Lehrenden danach strukturiert Rückmeldung zur KI-Nutzung. Die Rolle kehrt sich um.
Steht für rund zehn Projekte mit Rollenumkehr.Ein eigener KI-Tutor für Algorithmen und Data Science, auf Rechnern der Universität. Kein Kursdatum verlässt das Haus.
Steht für 15 eigene Werkzeuge und für das Geld, das Hochschulen selbst dazugeben.Eine Anlaufstelle in Grundlagenmodulen und großen Vorlesungen, für alle, die mit KI lernen wollen und nicht wissen, wo anfangen.
Steht für die zentralen Angebote der HAW.Studierende lassen die KI Fehler erklären und korrigieren sie. Das Halluzinations-Audit wird zur Übung.
Steht für die fachintegrierten Tandems am Lehrstuhl.Mehr steht hier noch nicht, mit Absicht. Die Tutorinnen und Tutoren fangen am 1. Oktober an und schreiben ihre Projektsteckbriefe selbst, im Onboarding-Kurs, Feld für Feld. Ab Dezember erscheinen sie im Mosaik: Zielgruppe, Lernziel und das, was jedes Tandem als Erfolg zählt.
Kein Tandem beginnt beim Werkzeug. Jedes beginnt bei der Frage, was Studierende in dieser Veranstaltung können sollen und was davon nicht an die KI gehen darf.
Im Antrag stand nicht „wir wollen KI einsetzen“, sondern: Welches Lernziel, welche Zielgruppe, was wäre das kleinste tragfähige Ergebnis, woran wird gemessen. KI-Vorerfahrung war keine Bedingung.
Onboarding-Kurs (deutsch und englisch), ein Kick-off-Wochenende in Bamberg oder Eichstätt mit Workshops zu KI-Nutzung, Didaktik und Ethik, ein eigener Chat mit offenen Sprachmodellen auf Rechnern in Deutschland.
Einmal pro Woche sitzen beide zusammen. Die Lehrperson bringt ihr Fach und ihr Gespür dafür, wo Lernen schwer wird. Die Tutorin bringt den Blick der Studierenden und die Praxis mit den Werkzeugen. Gut möglich, dass die Lehrperson dabei mehr über ihre eigene Veranstaltung lernt als über KI.
Der Einsatz läuft in der echten Veranstaltung. Jedes Tandem wertet nach eigenen Kriterien aus und dokumentiert das Ergebnis so, dass andere Hochschulen es übernehmen können. Danach soll die Lehrperson ohne Tutorin weitermachen können.
Was das im Alltag heißt: Aufgaben, bei denen die KI Fehler macht, die Studierende finden müssen. Dialogformate, in denen die KI Fragen stellt statt Antworten zu liefern. Prüfungen, die KI-Nutzung offenlegen statt sie zu verbieten. Der Satz „sokratischer Dialog statt Antwortmaschine“ stand wörtlich in drei Anträgen, die nichts voneinander wussten.
Elf Universitäten, fünfzehn Hochschulen für angewandte Wissenschaften und fünf Kunst-, Musik- und Filmhochschulen. Von Aschaffenburg bis Passau, von Hof bis Kempten. Getragen wird das Programm von den Hochschulen selbst: Die Vizepräsidien für Lehre haben die Anträge ihrer Häuser unterzeichnet, und 13 Hochschulen finanzieren 24 weitere Tandems aus eigenen Mitteln. Tipp auf einen Ort.
Noch kein Ort gewählt. Die Größe des Kästchens zeigt, wie viele Tandems dort arbeiten.
| Hochschule | Ort | Tandems |
|---|
Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Kunsthochschulen arbeiten selten im selben Programm. Hier sitzen sie an denselben Fragen.
Jedes Kästchen ist eine Hochschule, die Farbe zeigt ihre Art. Tipp auf ein Kästchen, dann springt das Mosaik zu ihrem Projekt.
Das Programm kommt vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, zwei Einrichtungen koordinieren es, drei Verbände tragen die Entscheidungen mit. Drumherum stehen Partner, die jeweils etwas Bestimmtes beitragen: Didaktik, Lernangebote, Rechenleistung, Ethik. Und aus der ersten Förderrunde ist ein Verein entstanden, der jetzt die nächste Generation begrüßt.
Die ersten Monate gehören den Tandems. Ab dem Winter öffnen wir Formate für alle, online und an den Hochschulen. Die genauen Daten tragen wir hier ein, sobald sie stehen.
Das Programm stellt sich mit einem Poster vor. Wer von dort kommt: willkommen, die 89 Projekte stehen oben.
Die Tutorinnen und Tutoren fangen an ihren Hochschulen an. Der Onboarding-Kurs öffnet.
Jugendherberge und Bistumshaus St. Otto. Tutorinnen und Tutoren aller Hochschularten arbeiten gemischt in Fachgruppen. Workshops, Vernetzungsabend mit VerAIn.
Zweiter Durchgang in der Jugendherberge Eichstätt, gleiches Programm.
Jedes Tandem stellt sich mit Zielgruppe, Lernziel und Erfolgskriterium vor.
Nach Themen sortiert: Prüfungsdesign, eigene Werkzeuge auf offenen Modellen, Simulation und Fallarbeit, zentrale Angebote, Lehrende als Zielgruppe. Termine folgen hier.
Präsenztreffen der Tandems einer Region, jeweils an einer beteiligten Hochschule. Orte und Daten folgen.
Ergebnisse, Auswertungen, was bleibt.
Mindestens 50 Bausteine aus den Tandems: Szenarien, Aufgabenformate, Prompt-Sammlungen, Erfahrungsberichte. Geordnet nach Fach, Hochschulart und Rolle der KI.
Du willst Bescheid bekommen, sobald ein Termin feststeht?
Mail mit Betreff „Termine“ schickenWir lesen jede Mail selbst. Fragen von Hochschulen, die beim nächsten Mal dabei sein wollen, sind genauso willkommen wie Fragen von Studierenden, die wissen wollen, wie man KI-Tutorin wird.
Gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Laufzeit Mai 2026 bis Dezember 2027. Koordiniert vom Zentrum für Hochschullehre der Universität Bayreuth und vom BayZIEL. Das Advisory Board bilden Universität Bayern e. V., Hochschule Bayern e. V. und Kunsthochschule Bayern.
Ich bin ein offenes Sprachmodell (Qwen), das auf Rechnern des NHR@FAU in Erlangen läuft. Mein Wissen über das Programm stammt aus einem Text, den die Koordination pflegt, Stand September 2026. Im Internet suche ich nicht.
Ich kann mich irren und gebe Menschen gern recht, auch wenn sie falschliegen. Prüf also, was ich sage, besonders bei Terminen und Zahlen. Verbindlich ist, was die Koordination schreibt.
Ich merke mir nichts über dieses Gespräch hinaus, und niemand liest mit. Namen und persönliche Daten lässt du trotzdem besser weg.
Am liebsten denke ich mit dir über deine eigene Lehre nach. Erzähl mir von einer Veranstaltung, und ich frage zurück.
Bei allem, was KAI nicht weiß: kontakt@ki-tutorien.bayern