KI-TutorienBAYERN
89 Kästchen. Jedes ist ein Tandem. Tipp auf KAI, dann löst er sich auf.
Studierende Lehrpersonbringt Fach und Didaktik
Studierende Lehrpersonbekommt KI-Praxis zurück
Fünf, die für viele stehen

Was in den 89 Anträgen steckt.

Wir haben alle Anträge im Volltext gelesen. Ein paar Linien ziehen sich durch, quer über Fächer und Hochschularten. Fünf Projekte zeigen sie.

FAU Erlangen-Nürnberg · Informatik

KI-robustes Aufgabendesign für benotete Hausaufgaben

Die KI wird zum Gegenspieler beim Entwurf: Was sie in zwei Minuten löst, taugt nicht als Nachweis. Validität statt Detektion.

Steht für 17 Projekte mit Prüfungsbezug.
TH Augsburg · hochschulweit

Hospitation und Feedback für Lehrende

Studierende sitzen in Lehrveranstaltungen und geben den Lehrenden danach strukturiert Rückmeldung zur KI-Nutzung. Die Rolle kehrt sich um.

Steht für rund zehn Projekte mit Rollenumkehr.
Universität Würzburg · Informatik, aus Hochschulmitteln

RAG-Tutor auf lokalen Modellen

Ein eigener KI-Tutor für Algorithmen und Data Science, auf Rechnern der Universität. Kein Kursdatum verlässt das Haus.

Steht für 15 eigene Werkzeuge und für das Geld, das Hochschulen selbst dazugeben.
Hochschule Ansbach · hochschulweit

KI-Campuslotsen

Eine Anlaufstelle in Grundlagenmodulen und großen Vorlesungen, für alle, die mit KI lernen wollen und nicht wissen, wo anfangen.

Steht für die zentralen Angebote der HAW.
THWS · Ingenieurwissenschaften, aus Hochschulmitteln

KI in der Baustoffkunde: Fehler finden

Studierende lassen die KI Fehler erklären und korrigieren sie. Das Halluzinations-Audit wird zur Übung.

Steht für die fachintegrierten Tandems am Lehrstuhl.

Mehr steht hier noch nicht, mit Absicht. Die Tutorinnen und Tutoren fangen am 1. Oktober an und schreiben ihre Projektsteckbriefe selbst, im Onboarding-Kurs, Feld für Feld. Ab Dezember erscheinen sie im Mosaik: Zielgruppe, Lernziel und das, was jedes Tandem als Erfolg zählt.

Wie ein Tandem arbeitet

Vier Schritte, zehn Monate, eine Lehrveranstaltung.

Kein Tandem beginnt beim Werkzeug. Jedes beginnt bei der Frage, was Studierende in dieser Veranstaltung können sollen und was davon nicht an die KI gehen darf.

  1. Sommer 2026

    Die Lehrperson benennt die Kompetenz.

    Im Antrag stand nicht „wir wollen KI einsetzen“, sondern: Welches Lernziel, welche Zielgruppe, was wäre das kleinste tragfähige Ergebnis, woran wird gemessen. KI-Vorerfahrung war keine Bedingung.

  2. Oktober und November

    Die Tutorin oder der Tutor wird ausgebildet.

    Onboarding-Kurs (deutsch und englisch), ein Kick-off-Wochenende in Bamberg oder Eichstätt mit Workshops zu KI-Nutzung, Didaktik und Ethik, ein eigener Chat mit offenen Sprachmodellen auf Rechnern in Deutschland.

  3. Wintersemester 2026/27

    Beide bauen den KI-Einsatz.

    Einmal pro Woche sitzen beide zusammen. Die Lehrperson bringt ihr Fach und ihr Gespür dafür, wo Lernen schwer wird. Die Tutorin bringt den Blick der Studierenden und die Praxis mit den Werkzeugen. Gut möglich, dass die Lehrperson dabei mehr über ihre eigene Veranstaltung lernt als über KI.

  4. Sommersemester 2027

    Erproben, auswerten, weitergeben.

    Der Einsatz läuft in der echten Veranstaltung. Jedes Tandem wertet nach eigenen Kriterien aus und dokumentiert das Ergebnis so, dass andere Hochschulen es übernehmen können. Danach soll die Lehrperson ohne Tutorin weitermachen können.

Erst das Lernziel. Nie das Werkzeug.

Was das im Alltag heißt: Aufgaben, bei denen die KI Fehler macht, die Studierende finden müssen. Dialogformate, in denen die KI Fragen stellt statt Antworten zu liefern. Prüfungen, die KI-Nutzung offenlegen statt sie zu verbieten. Der Satz „sokratischer Dialog statt Antwortmaschine“ stand wörtlich in drei Anträgen, die nichts voneinander wussten.

Die Hochschulen

31 Hochschulen an 22 Orten.

Elf Universitäten, fünfzehn Hochschulen für angewandte Wissenschaften und fünf Kunst-, Musik- und Filmhochschulen. Von Aschaffenburg bis Passau, von Hof bis Kempten. Getragen wird das Programm von den Hochschulen selbst: Die Vizepräsidien für Lehre haben die Anträge ihrer Häuser unterzeichnet, und 13 Hochschulen finanzieren 24 weitere Tandems aus eigenen Mitteln. Tipp auf einen Ort.

UniversitätHAW und THKunst, Musik, Filmein Kästchen sind etwa 10 km

Noch kein Ort gewählt. Die Größe des Kästchens zeigt, wie viele Tandems dort arbeiten.

Alle 31 Hochschulen als Liste
HochschuleOrtTandems
Quer über die Hochschularten

Drei Hochschularten, ein Netz.

Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Kunsthochschulen arbeiten selten im selben Programm. Hier sitzen sie an denselben Fragen.

Wo sie schon jetzt an denselben Fragen arbeiten

Jedes Kästchen ist eine Hochschule, die Farbe zeigt ihre Art. Tipp auf ein Kästchen, dann springt das Mosaik zu ihrem Projekt.

Wer mitwirkt

Ein Programm, das aus vielen Händen kommt.

Das Programm kommt vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, zwei Einrichtungen koordinieren es, drei Verbände tragen die Entscheidungen mit. Drumherum stehen Partner, die jeweils etwas Bestimmtes beitragen: Didaktik, Lernangebote, Rechenleistung, Ethik. Und aus der ersten Förderrunde ist ein Verein entstanden, der jetzt die nächste Generation begrüßt.

Tipp auf einen Namen, dann steht hier, was die Einrichtung beiträgt.
Termine

Was als Nächstes kommt.

Die ersten Monate gehören den Tandems. Ab dem Winter öffnen wir Formate für alle, online und an den Hochschulen. Die genauen Daten tragen wir hier ein, sobald sie stehen.

  1. 25. September 2026
    AI Day der Universität BayreuthPoster

    Das Programm stellt sich mit einem Poster vor. Wer von dort kommt: willkommen, die 89 Projekte stehen oben.

  2. 1. Oktober 2026
    Start der Tandems

    Die Tutorinnen und Tutoren fangen an ihren Hochschulen an. Der Onboarding-Kurs öffnet.

  3. 23. bis 25. Oktober
    Kick-off in BambergTandems

    Jugendherberge und Bistumshaus St. Otto. Tutorinnen und Tutoren aller Hochschularten arbeiten gemischt in Fachgruppen. Workshops, Vernetzungsabend mit VerAIn.

  4. 13. bis 15. November
    Kick-off in EichstättTandems

    Zweiter Durchgang in der Jugendherberge Eichstätt, gleiches Programm.

  5. ab Dezember 2026
    Projektsteckbriefe im Mosaikbald

    Jedes Tandem stellt sich mit Zielgruppe, Lernziel und Erfolgskriterium vor.

  6. ab Dezember 2026
    Regelmäßige Austauschrundenbald

    Nach Themen sortiert: Prüfungsdesign, eigene Werkzeuge auf offenen Modellen, Simulation und Fallarbeit, zentrale Angebote, Lehrende als Zielgruppe. Termine folgen hier.

  7. Winter 2026/27
    Regionale Treffen an Hochschulenbald

    Präsenztreffen der Tandems einer Region, jeweils an einer beteiligten Hochschule. Orte und Daten folgen.

  8. Sommer 2027
    Abschlussveranstaltung der Tandems

    Ergebnisse, Auswertungen, was bleibt.

  9. bis Dezember 2027
    Playbook und Wissensbasis

    Mindestens 50 Bausteine aus den Tandems: Szenarien, Aufgabenformate, Prompt-Sammlungen, Erfahrungsberichte. Geordnet nach Fach, Hochschulart und Rolle der KI.

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Kontakt

Koordination

Wir lesen jede Mail selbst. Fragen von Hochschulen, die beim nächsten Mal dabei sein wollen, sind genauso willkommen wie Fragen von Studierenden, die wissen wollen, wie man KI-Tutorin wird.

Porträt von Jonas Glaser
Jonas GlaserZentrum für Hochschullehre, Universität Bayreuth
Porträt von Jana Bay
Jana BayBayZIEL, Bayerisches Zentrum für Innovative Lehre
Mail schreiben kontakt@ki-tutorien.bayern

Gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Laufzeit Mai 2026 bis Dezember 2027. Koordiniert vom Zentrum für Hochschullehre der Universität Bayreuth und vom BayZIEL. Das Advisory Board bilden Universität Bayern e. V., Hochschule Bayern e. V. und Kunsthochschule Bayern.

Zentrum für Hochschullehre, Universität Bayreuth BayZIEL Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst